Einstieg
Ist die E-Mail-Adresse korrekt?
Viele Internetseiten bieten die Möglichkeit zur Registrierung mit einer E-Mail-Adresse und einem Passwort. Auf inf-schule.de könnte eine solche Seite wie hier abgebildet aussehen.
Damit fehlerhafte E-Mail-Adressen sofort bei der Eingabe erkannt werden, muss genau festgelegt sein, wie sie aufgebaut sein dürfen.
Das lässt sich mit einem regulären Ausdruck beschreiben. Er gibt ein Muster vor, dem alle Wörter der formalen Sprache „gültige E-Mail-Adresse“ entsprechen müssen. So kann automatisch geprüft werden, ob eine Eingabe den vorgegebenen Aufbau hat.
Da die Regeln für E-Mail-Adressen komplex sind, verwenden wir im folgenden Abschnitt vereinfachte Adressen. An ihnen lernst du die wichtigsten Bestandteile regulärer Ausdrücke kennen.
Vereinfachte E-Mail-Adressen
Zur Vereinfachung sollen hier folgende Einschränkungen gelten:
- Es gibt nur noch den Buchstaben b. Das b steht also für einen beliebigen Buchstaben.
- Eine E-Mail-Adresse soll von der Form
Benutzername@Domain.Länderkennungsein. - Der Benutzername kann mehrere mit Punkten getrennte Namensteile haben.
- Als Länderkennung sind nur de, at und ch erlaubt.
Hier unten siehst du Beispiele und Gegenbeispiele für erlaubte Benutzernamen bei E-Mail-Adressen. Der eingetragene reguläre Ausdruck
b definiert nur den Benutzernamen "b". Entsprechend
hat in der Liste der Beispiele auch nur die Zeile mit dem "b" ein grünes Häkchen.
- Wenn du möchtest, dass der Benutzername auch aus mehreren b's besteht, dann musst du im regulären Audruck ein "+" hinter das b schreiben: b+. Probiere es aus!
- Teste jetzt den regulären Ausdruck b+.b+. Was hat sich verändert?
- Die Zeichenfolge ".b+" soll auch wegfallen können ("bbbbb") oder häufig vorkommen können ("b.b.b.b"). Das kann man mit einem * (Stern) erreichen. Entsprechend muss der reguläre Ausdruck für den Benutzernamen insgesamt b+(.b+)* lauten. Dabei wird das ".b+" durch Klammern zu einer Elementgruppe zusammengefasst. Diese kann sich dann beliebig oft wiederholen. Probiere es aus!
Hier findest du Beispiele und Gegenbeispiele für erlaubte Domains und Länderkennungen. Der eingetragene reguläre Ausdruck erkennt aber nur "b.de".
- Ergänze den regulären Ausdruck, damit auch längere Domains erkannt werden.
- Bei der Länderkennung muss jetzt noch eine Auswahl der Endungen "de", "at" und "ch" möglich sein. Diese Auswahl aus mehreren Möglichkeiten funktioniert so: (de|at|ch). Teste jetzt den regulären Ausdruck mit dieser Auswahl!
Jetzt sollte es dir möglich sein, erlaubte E-Mail-Adressen mit einem regulären Ausdruck zu definieren.
- Schreibe den kompletten regulären Ausdruck für vereinfachte E-Mail-Adressen!
- Ändere deinen regulären Ausdruck, damit auch das Beispiel mit der belgischen Adresse (.be) gültig wird.
- Ändere deinen regulären Ausdruck, damit auch das letzte Gegenbeispiel mit dem zusätzlichen Buchstaben "a" gültig wird.